Hochzeit Schlegele-Beck

Die Umfrage zur Schlegele-Hochzeit ging nicht zu Gunsten des Bräutigams aus. Die Gegenbewegung “Kommune 6 – für die freie Liebe” hatte alles gegeben um die Hochzeit zu verhindern!

Amtliche Endergebnisse:

Soll der Schlegele-Beck heiraten?

Nein
189  51.8%
Ja
142  38.9%
Ja, aber mich!
34  9.3%

Umfrage
Wer ist der schönste Höllteufel?
 
NARRENBOTE

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Lumpeseggel

Zu den ältesten Häsern der Fasnet zählt das Lumpenhäs. Im Spätmittelalter wurden die sogenannten Fleckenkleider von höfischen und danach von städtisch-patrizischen Leuten getragen. In Anlehnung daran nähten sich dann später die einfachen Leute, die kein Geld hatten, zur Fasnet aus alten Stoffresten (Lumpen) ihre närrische Verkleidung.

Auch das gelb-rote Radolfzeller Hansele ist letztendlich eine "domestizierte" Form dieser alten Häser. Eine Schrift aus dem Venedig des 16. Jh. bringt diese Flecken mit "befleckt sein" in Verbindung: "Der Fleck pflegt die Sünde zu bezeichnen..." er könne nicht mit Seife abgewaschen werden, sondern nur im Fegefeuer gereinigt werden - ein wahrlich treffendes Gewand für einen Höllteufel!

Beim Lumpeseggel sollte die Idee des Lumpenhäses aufgenommen werden, um zu einer etwas derberen, volkstümlicheren Form der Häsgestaltung zurückzukehren. Die wilde, ungestüme Art des Lumpeseggels wird durch das Häs aus Sackleinen und die wild umherfliegenden Lumpen zusätzlich unterstrichen.

Das Grundmotiv für diesen Höllteufel stammt aus alten christlichen Holzschnitten aus dem Mittelalter, in denen der Teufel oft als Riese dargestellt wurde. Auch vom Nürnberger Schembartslauf im 16. Jh. sind seelenfressende Riesenteufel überliefert, die Bestandteil des fasnächtlichen Treibens waren.

Das Gemälde auf dem Rücken vom Lumpeseggel zeigt den Teufel, der vor den Toren der Stadt Radolfzell aus der Hölle steigt aber von einem Engel sogleich gebändigt wird. Der Teufel ist an einer Kette gefesselt und wird gleichzeitig mit einem Schlüssel geschlagen und zurückgedrängt (bei uns ist es nur eine Saubloter).

Lumpeseggel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht genug, dass der Lumpeseggel ständig Dresche bekommt, er muß auch noch an die vierzig Kilo auf seinem Buckel tragen. Und dann wird er auch noch von der Presse aufs übelste beschimpft. Als ein "gar grausiger Gesell" wurde er betitelt und es hieß: "Der übergroße Kerl mit der grimmigen Maske sah zum Fürchten aus".

Viele aufgeregte Fasnächtler merkten an, dass dieser arme Lumpeseggel doch dringend ein Saalhäs benötige, es sei doch gemein, dass es sich der Rest der Gruppe beim Schnurren in den Lokalen gut gehen ließe und der Große immer draußen warten müsse. Die unflätigen Höllteufel zeigten bis jetzt allerdings kein Mitleid und sagen: "do könne mir doch nix defür" der sei doch selber schuld - wie der Name schon sagt "auße Lumpe und inne en arme Seggel".

 
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sb mit teufel